Jacobi carbons process chart

Das Recycling-Unternehmen

Recycling, Verwertung und Entsorgungsdienste

Jacobi bietet Adsorbentien für ein breites Anwendungsspekturm. Diese haben in der Regel eine begrenzte Lebensdauer und müssen ausgetauscht werden sobald sie gesättigt sind oder das Behandlungsziel erreicht wurde. Abhängig von der Art des Filtermediums und des Einsatzes bietet Jacobi-Services Möglichkeiten des Recycling, der Verwertung und der fachgerechten Entsorgung an.

Dienstleistungen zur Wiederaufbereitung gebrauchter Aktivkohle

Gebrauchte körnige oder geformte Aktivkohle kann durch thermische Reaktivierung wieder aufbereitet werden, wobei die gebrauchte Aktivkohle bei hohen Temperaturen von 850 °C oder darüber einen Reaktivierungsofen durchläuft. Die Wiederaufbereitung durch thermische Behandlung ist eine der zentralen Maßnahmen in unserem umfangreichen Service-Paket. Der Wiederaufbereitungs-Prozeß umfaß zwei wesentliche Elemente: 1) den Reaktivierungsprozeß 2) die Behandlung des Abgases und die Energie-Rückgewinnung.

Der Reaktivierungsprozeß selbst kann in vier Stufen unterteilt werden:

1) die Trocknung der gebrauchten Aktivkohle

Hierbei wird die gebrauchte Aktivkohle dem Ofen zugeführt und von Umgebungsluft auf 105 – 110 °C aufgeheizt. Wasser und einige leicht siedende Verbindungen werden verdampft und in die Ofenatmosphäre überführt. Die Temperatur der Aktivkohle verbleibt bei 105 – 110 °C, so lange wie sich noch Wasser in den Poren befindet.

2) Desorption organischer Verbindungen als Niedrigsieder

Die Temperatur wird auf etwa 450 °C ansteigen, wenn die Aktivkohle getrocknet ist. Verschiedene organische Verbindungen werden von der Aktivkohle desorbiert und während der Temperaturerhöhung in die Ofenatmosphäre überführt.

3) Pyrolyse stark adsorbierter Organika mit hohem Siedepunkt oder hohen Molekulargewichten

In dieser Stufe wird die Aktivkohle weiter auf ungefähr 600 °C aufgeheizt. Die verbleibenden organischen Verbindungen werden sich in kleinere Moleküle zersetzen und in die Ofenatmosphäre überführt. Sie bilden einen Verkohlungsrückstand in der Porenstruktur der Aktivkohle.

4) Vergasung des Verkohlungsrückstands

Die Porenstruktur der Aktivkohle wird durch Aufheizung der Aktivkohle auf Temperaturen über 850 °C und Zugabe von Wasserdampf umgewandelt. Dampf mit Temperaturen über 600 °C wird die Aktivkohle endotherm oxidieren; es handelt sich um die so genannte Dampf-Gasifikationsreaktion der Aktivkohle. Folgende Reaktion wird in dieser Zone des Ofens ablaufen:

Festgasreaktionen

C + H₂O → CO + H₂ Endothermic (1)
C + CO₂ → 2 CO Endothermic (2)
C + ½ O₂ → CO Exothermic (3)
C + O₂ → CO₂ Exothermic (4)

Gas-Gas Reaktionen

CO + ½ O₂ → CO₂ Exothermic (5)
H₂ + ½ O₂ → H₂O Exothermic (6)

Die Festgasreaktion (1) ist dreimal schneller als die Festgasreaktion (2). Deshalb wird dem Ofen Dampf zugeführt. Durch Kontrolle der Betriebsbedingungen des Ofens wird die Porenstruktur auf den optimalen Aktivierungsgrad eingestellt, der für die Anwendung des Produktes erforderlich ist.

Das verbleibende Gas aus dem Ofen wird durch eine Nachbrennkammer einem Abgasbehandlungssystem zugeführt, wodurch die Emissionen in die Atmosphäre den strengen örtlichen Umweltschutzregelungen entsprechen. Die Wiederaufbereitung durch thermische Reaktivierung ist eine verantwortungsvolle Entsorgungsmethode, die mithilft, CO2-Emissionen zu verringern und mittels der Aktivkohle dazu beiträgt, die Resourcen der Welt zu erhalten.

Als umwelttechnisch verantwortungsvolles Unternehmen betreibt Jacobi Carbons in Europa moderne Reaktivierungsanlagen für die Wiederaufbereitung gebrauchter Aktivkohle. Unsere Anlagen sind in Europa strategisch so platziert, daß sowohl im westlichen als auch im östlichen Europa Aktivkohle-Nutzer davon mit einem Minimum an Transportkosten und Zeitaufwand profitieren können.

Unsere Anlagen befinden sich in:
– Premnitz (Deutchland) – Jacobi Carbons Services (Europe) GmbH
– Vierzon (Frankreich) – Jacobi Carbons SASU
– Calatayud nahe Zaragoza (Spanien) – Jacobi Carbons Espana S.L., unser neuestes Reaktivierungszentrum für Aktivkohle in Europa

Mit mehr als 12.000 Tonnen Jahreskapazität bieten die Reaktivierungsanlagen von Jacobi Carbons eine effektive Alternative zum Austausch von Filtermedien. Dies umfaßt die Reaktivierung sowohl für Kunden im Bereich Trinkwasser als auch auf den Gebieten der Lebensmittelindutrie und der Industrieanwendungen.

Wiederverwertung

Gebrauchte oder verbrauchte Aktivkohle und andere Filterstoffe mit hohem Brennwert, die man nicht durch thermische Reaktivierung wieder aufbereiten kann, können in der Zementindusrie oder in anderen Bereichen in Verbrennungsöfen zur Energiegewinnung genutzt werden. Jacobi Carbons kann dabei behilflich sein, für diese Stoffe eine ökologisch sinnvolle und kosteneffektive End-of-Life-Lösung zu finden.

Entsorgung

In begrenzten Ausnahmefällen kann die Beschaffenheit der gebrauchten Aktivkohle oder anderer Filtermaterialen dazu führen, daß eine Reaktivierung oder Energiegewinnung nicht möglich ist. Das kann durch die auf der Aktivkohle gebundenen Chemikalien oder durch das Adsorptionsmittel selbst bedingt sein, oder durch Akkumulation anderer Substanzen im behandelten Wasser oder Gas (z.B. Aluminium, Arsen, Kalzium, Quecksilber, Schwefel oder andere toxische Verbindungen).

In diesem Fällen stellt Jacobi Services alternative Lösungsvorschläge zur Verfügung. Wir führen eine umfassende Bewertung des Materials durch und übergeben es einer geeigneten Abfallentsorgungseinrichtung. Dies geschieht im Einklang mit regionalen und nationalen Vorschriften. Diese Partnerfirmen werden die gebrauchte Aktivkohle zu einem aus Abfall gewonnenen Kraftstoff verarbeiten, für die Verabeitung von Mineralien verwenden oder das Material einer Vernichtungsanlage zuführen. In diesem Fall wird die gewonnene Wärme häufig genutzt, um Dampf oder Elektrizität für Fernwärme oder Kraftwerke zu erzeugen.

Für die wenigen Fällen, in denen weder die thermische Reaktivierung noch die Verbrennung beladener Filtermedien möglich sind, bietet Jacobi-Services auch die fachgerechte Entsorgung an.

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